Wohnlandschaft im Landhausstil

Wohnen im Landhausstil – modern trifft auf rustikal, neu trifft auf alt (Upcycling)

Kennt ihr das auch, wenn ihr euch an etwas satt gesehen habt und es einfach mal wieder Zeit für etwas Neues wird? Vielleicht auch einfach mal nur einen Tapetenwechsel, neuer Anstrich oder neue Möbel?! Für uns war es mal wieder an der Zeit ein wenig unser Wohnzimmer zu verändern. Immerhin wohnen wir ja auf dem Land, da ist es doch nur passend, wenn wir im Landhausstil wohnen.

Vor einiger Zeit haben wir immer wieder mal nach und nach unsere selbst gebauten Möbelstücke neu lackiert. Zum Beispiel unser Esszimmer, welches nun im neuen Glanz erstrahlt:

Anfangs waren unsere selbst gebauten Palettenmöbel oder Wein-/Obstkisten mit Kreidefarbe gestrichen. Doch diese zog zu sehr ins trockene Holz ein und wenn man es mal abwaschen wollte, hatte man mehr Farbe abgewaschen, als Staub. So entschlossen wir uns, dass wir unsere Holzmöbel in einem weißen Lack lackieren, damit wir sie besser sauber halten können und sie im schönen neuen Glanz erstrahlen. Denn das Weiß setzt sich sehr gut von unseren dunklen Bodenfliesen ab.

Das Alte muss weg

Unser anfangs Heiß-geliebtes XXL Sofa musste endlich weichen. Wer unseren Podcast gehört hat, weiß, wie wir darüber regelrecht abgelästert haben. Denn mit der Zeit fing es einfach an nach Kamin und ‚Männermauken‘ zu riechen. Keine schöne Vorstellung, aber eine Grundreinigung war hier definitiv mal nötig. Doch hatten wir darauf einfach keine Lust. Zumal wir uns auch wirklich daran satt gesehen haben und es uns sogar Rückenschmerzen bereitete.

Wie ihr sehen könnt, war die Sitzfläche von unserem alten XXL Sofa sehr breit. Hier haben wir als Familie jede Menge Platz zum kuscheln drauf gehabt. Das war schon ganz gemütlich. Aber auf Dauer war es wirklich nicht sehr Rückenschonend und mein Mann und ich werden ja auch nicht mehr jünger, daher brauchten wir unbedingt etwas Rückenschonenderes. Ein Sofa mit Rückenlehne musste her. Eines, worauf ich auch super sitzen und meine Beiträge schreiben kann, ohne dass ich mir gefühlt 10 Kissen in den Rücken legen muss.

Der selbst gebaute Palettentisch musste ebenfalls weichen. Denn dieser war einfach viel zu schwer und zu klobig. Die viel zu kleinen Rollen unter ihm versagten teilweise schon, durch das immense Gewicht der Paletten. Allerdings war der Tisch auch wiederum sehr praktisch, da er viel Stauraum bot. Doch wir wollten uns verkleinern, wollten wieder zurück zu unseren Wein-/Obstkistentisch, den wir vor diesem Palettentisch hatten. Und er musste leichter sein, weil wir unbedingt wieder einen Teppich wollten. Der letzte hatte leider schlapp gemacht, aufgrund unserer alten rußigen Kaminöfen, meines damaligen inkontinenten Senior Katers und dem Hochflor Zotteln, die mit der Zeit echt nervig wurden.

Ein neues Sofa muss her – aber bitte günstig

Wie macht man das, wenn man ein neues Sofa haben will und dennoch nicht so viel Geld ausgeben möchte? Man entscheidet sich für ein gebrauchtes, dennoch gut gepflegtes und immer noch sehr pflegeleichtes Sofa. Christian wollte uns ja eigentlich schon seit Längerem ein neues Sofa aus Paletten bauen. Doch da wir einfach immer noch genug andere Baustellen haben, wollte ich ihm diese Arbeit nicht auch noch zumuten. Zumal mir die üblichen Palettenkissen auch nicht wirklich gefallen und wir uns dann eher für eine dicke Schaumstoffmatratze entschieden hätten. Diese hätten wir dann noch zuschneiden und mit Stoff beziehen müssen, den wir wohl selbst genäht hätten. Alles zu viel Aufwand und für mich Ungeduldsmensch zu langwierig.

Die schnellste Lösung war: die Kleinanzeigen durchzustöbern und nach was wirklich Tollem Ausschau zu halten. Denn ich liebäugelte schon eine ganze Weile mit einer sehr bekannten Sofareihe aus dem bekannten schwedischen Möbelhaus. Da wir allerdings auch nicht immer gerade positive Erfahrungen mit Neuanschaffungen gemacht haben und das große Möbelhaus seine Sofas und Bezüge geändert hatte, hofften wir auf ein älteres Modell. Da dieses stabiler sein sollte, als die neuen überarbeiteten Modelle. Ich fand zwar ein moderneres Modell, aber mit alten Bezügen. Und zwar in der Kombination, wie mein Mann und ich es uns vorstellten: ein 3er, ein 2er Sofa und einen Hocker. Der Bezug durfte ruhig mal etwas heller sein. Schließlich sind die Bezüge ja waschbar, was für uns Allergiker auch von großem Vorteil ist.

Ein neuer alter Tisch

Nachdem wir endlich unser neues altes Sofa abgeholt hatten, waren wir mehr als begeistert. Im Internet schaute ich mir schon zahlreiche Tipps zum aufpolstern des Sofas an, falls dieses mit der Zeit doch zu schnell durchgesessen sein sollte. Man nehme dafür etwas Schaumstoff – nicht zu dick – und schiebt ihn unter die Wellenfedern des Sofas. So bekommt die Polsterung wieder mehr Stärke. Die Kissen kann man auch selbst austauschen, ist aber eine ziemliche Bastelei. Dafür kann man auch mal beim Polsterer nachfragen. Wenigstens haben wir noch die ‚alten‘ Bezüge bekommen, die man nämlich noch wenden kann, ohne komische Unterseite. Ein sehr pflegeleichter Bezug, aus dem sehr schnell Flecken beim Waschen verschwinden, der relativ knitterfrei ist und recht schnell trocknet. Was will man mehr?

Doch unser alter Palettentisch passte nun mal so gar nicht mehr zu der neuen Sofalandschaft. Er war einfach viel zu wuchtig und auch an ihm haben wir uns satt gesehen. Wir fuhren also los und kauften uns neue (günstige) Wein-/Obstkisten. Da wir leider nicht genug bekamen, mussten wir an die fertigen Regale von unserem großen Sohn Yunis. Christian dachte sich: „Ich tausche sie einfach gegen unseren Palettentisch aus. Dann baue ich unserem Großen ein paar stabilere Regale aus Paletten!“ Eine Win-Win Situation für uns alle. Wir bekamen unseren neuen kleineren und leichteren Tisch, während Yunis dafür stabilere Regale bekommt.

Dann ging es auch schon los. Christian schliff die Kisten ab und lackierte sie in einem strahlenden Weiß. Bei unserem letzten Obstkistentisch hatten wir keine glatte Oberfläche. Das nervte uns auch schon bei dem alten Palettentisch, denn jedes Mal wackelten die Teller oder Gläser hin und her. Kunststoffglas war uns ehrlich gesagt zu teuer, denn für den Preis hätten wir uns einen komplett fertigen Tisch kaufen können. Aber Christian ist ja ein Fuchs! Denn er ist schließlich ein ‚Jäger & Sammler‘ und so fand er in seiner Werkstatt noch eine alte Holzplatte, die er an den Tisch anpasste und ebenfalls lackierte. Als Kantenschutz kamen Kunststoffkanten zum Einsatz. Diese schnitt er im Winkel an, sodass sie an den Ecken zueinander passten. Ein paar kleine Bretter kamen in zwei Kisten rein, dass daraus kleine Regale entstanden.

Fertig war unser neuer selbst gebauter Tisch aus Wein-/Obstkisten. Genug Stauraum für meinen Krimskrams, ein paar Naschereien, Taschentücher (für unsere Allergienasen) und Platz für ein wenig Spielzeug von unseren Jungs. Obendrauf eine glatte Fläche, auf der nun weder Gläser noch Teller hin und her wackeln. Und Deko, die sofort ins Auge sticht. Die Rollen für den neuen Tisch habe ich übrigens hier bekommen:

Dörner + Helmer 790130C DIY, 36×15 mm

Wohnen im Landhausstil

Für uns ganz klar: das passt hier super gut rein. So stellt man sich das Landleben vor. Wohnen im Landhausstil. Das gefiel uns schon immer sehr gut. Es ist eine Mischung aus modern und rustikal. Das macht unseren persönlichen Stil aus. Die Kombination aus neuem (gekauften) und selbst gemachten, ist für uns nicht mehr weg zu denken. Die Sofas sind einfach nur herrlich bequem. Unsere Rücken waren sofort angetan von der tollen Rückenlehne und den dicken Kissen im Rücken. Die Polster sind sehr bequem und mit ein paar neuen Deko Kissen in Altrosa, lädt unser Wohnzimmer zum verweilen, kuscheln und abendlichem Einschlafen ein.

Als einzige Frau unter drei Männern, musste ich mich dezent durchsetzen, indem ich auf rosa Deko bestand. Christian hat absolut nichts dagegen, im Gegenteil: er findet’s sogar richtig schön und liebt unser neues Wohnzimmer. Neuerdings schleicht er sich morgens als Erster ins Wohnzimmer und genießt die Ruhe vor dem Sturm. Ganz alleine, nur für sich auf seinen neuen Sofas und chillt eine Runde, bevor alles und jeder nach ihm verlangt. Ich kann es verstehen und es sei ihm gegönnt!

Da wir ja generell sehr niedrige Decken in unserem alten Fachwerkhaus haben, haben wir meistens Vorhänge bis auf dem Boden hängen gehabt. Doch dieses Mal hatten wir richtig Glück, denn wir fanden in einer Teppichdomäne ein paar altrosafarbene Vorhänge die genau die richtige Länge für unser Fenster hatten. Ein Traum! Mein Traum um genau zu sein und meinen Männern gefällt’s ebenfalls. Das 2er Sofa lädt mit seinen neuen Plüschkissen zum erholen ein und es verschlingt einen regelrecht. Einmal hingesetzt, möchte man nicht mehr aufstehen. Es ist einfach so gemütlich und kuschelig zugleich und wir Erwachsenen müssen ganz genau aufpassen, dass wir nicht sofort einschlafen. Das hätten wir Skeptiker ja nie vermutet, dass diese – vor allem auch noch gebrauchten – Sofas so toll sind!

Dieser Hussenbezug ist eine Augenweide und das Praktische ist: wenn man ihn hochhebt, kann man wunderbar mit dem Staubsauger unter den Sofas saugen. Das war bei unserem XXL Sofa nicht möglich.

Ein tolles Farbenspiel

Farblich sollte auch alles ein wenig abgestimmt sein. Deshalb entschied ich mich für meine altrosafarbene Deko. Wobei ja nun langsam der Herbst bevorsteht und ich bei der Neugestaltung unseres Wohnzimmers gleich sofort die Herbstdeko raus kramte. Die Herbstzeit ist für uns mit die schönste Zeit im Jahr. Leider immer viel zu kurz, wie wir finden. Umso mehr genießen wir sie, sobald der September anfängt. Denn die Zeit rast und ehe man sich versieht, kann man schon die Herbstdeko zur Weihnachtsdeko austauschen.

Unser neuer Teppich ist auch etwas ganz besonderes. Er ist irgendwie Cremefarben, schimmert aber manches mal leicht Rosa. Das passt natürlich wieder sehr gut zu unseren Vorhängen und Kissen. Wenn ich jetzt noch an Weihnachten denke, fallen mir direkt die altrosafarbenen Christbaumkugeln ein – perfekt! Okay, dem einen oder anderen womöglich echt too much, aber hey! Als einzige Frau im Haus muss ich schließlich mein ‚Revier markieren‘! Bin sehr stolz auf meinen Mann, dass er mir auch extra eine Rosen Mustertapete (auch altrosafarben) ins Schlafzimmer tapeziert hat. Er meinte: „Du sollst schlafen wie Dornröschen.“, und ich frage mich jedes Mal: ‚Wieso werde ich denn dann immer geweckt? Dornröschen durfte schließlich 100 Jahre schlafen?!‘.

Auf die Details kommt es an – für mehr Hygge (Gemütlichkeit)

Für noch mehr Gemütlichkeit in unserem neuen Wohnzimmer sorgen kleine Details wie Deko. Obwohl Christian eher so der Minimalist ist, freundet er sich jedes Mal sehr schnell mit meinen Dekoausbrüchen an. Ich liebe es halt total, wenn man abends ganz viele Kerzen an machen kann. Das gibt eine tolle Atmosphäre. Eine warme, muckelige Wärme und ein tolles flackerndes, eher schon romantisches Licht.

Bei uns kommen sogar Obstkisten für die Dekoration im Haus zum Einsatz. Laternen finde ich immer sehr schön. Unsere Laternen sind schon wieder eher modern. So kommt hier wieder die Kombination aus modern und rustikal zur Geltung. Ein modernes Holzschälchen gefüllt mit kleinen Tannenzapfen und einer Lichterkette sorgen ebenfalls für eine gemütliche Atmosphäre – nicht nur am Abend. Der Kerzenhalter aus Birkenholz wurde von Chris selbst kreiert. Darauf bin ich sehr stolz.

Teelichthalter kann ich nie genug haben. Bei mir gibt es sie in vielen verschiedenen Variationen und meist unterschiedlich, je nachdem welche Jahreszeit gerade ist. Die viele ’normale‘ rosa Deko ist gerade in einem Karton verschwunden, wo bis zur Umdekoration noch die Herbstdeko drin verweilte.
Mein absolutes Highlight jedoch ist: das Einmachglas mit Dekoinhalt. Das kommt jedes Jahr erneut zum Einsatz. Im Herbst mit herbstlichem Inhalt und im Winter mit kleinen Weihnachtskugeln, oder Kunstschnee und immer eine Lichterkette mit dabei.

Alles aus ausrangierten Einmachgläsern, die schon einen kleinen Sprung im Glas hatten, so dass sie sich nicht mehr zum Einkochen eignen. Dafür aber für verschiedene Deko noch zum Einsatz kommen. Meine herbstliche Deko besteht aus Kunstmoos, kleinen Styropor Kürbissen und Eicheln, echte kleine Tannenzapfen, Kunstblättern, Künstbeeren und einer Batteriebetriebenen Lichterkette mit Timer. So gehen sie jeden Abend um die selbe Uhrzeit an und verschönern unser Haus von innen.

Unser ganz persönliches Wohnen im Landhausstil

Jeder empfindet wohnen im Landhausstil anders. Es gibt viele Varianten dazu. Vieles ist heutzutage einfach nur noch sehr modern. Entweder gibt es nur modern oder nur rustikal. Wir hingegen mögen die Mischung aus beidem. Die rustikalen selbst gebauten Holzmöbel, die modernen Sofas im Landhausstil und die moderne Deko passen in unseren Augen hervorragend zueinander.

Was uns immer noch fehlte waren kleine Beistelltische. Diese wollte Christian ebenfalls immer mal selbst bauen. Doch mittlerweile gibt es da ja auch so viele tolle fertige Modelle, die auch relativ günstig sind, sodass man sich auch mal nicht so viel Mühe machen brauch. Wir entschieden uns für die moderne Variante aus dem schwedischen Möbelhaus. Fast jeder wird sie kennen, diese kleinen Beistelltische.

Damit sich der Tisch ein wenig von unserer extra frisch gestrichenen Wand un den hellen Möbeln, sowie Teppich absetzt, entschieden wir uns für eine dunkle Variante. Aber kein komplettes Schwarz, sondern ein Schwarzbraun. Das macht den feinen Unterschied. Denn diese schwarzbraunen Beistelltische haben eine Art Holzmaserung (foliert) und wirken dadurch etwas wärmer und nicht so hart wie tiefes Schwarz. Das gefiel uns am Besten. Dazu mussten noch kleine Tischleuchten her, da meine alte Papierstehlampe mehr aus ausgedient hatte. Die kleinen Tischleuchten bestehen aus schwarzem edlen Metallgestell und einem weißen Kunststoffschirm. Die Leuchten waren sogar sehr günstig (ebenfalls aus dem schwedischen Möbelhaus) und schnell und einfach zusammengebaut. Sie geben ein tolles warmes Licht ab.

Nun ist unser Wohnzimmer zu einer richtigen Wohlfühloase geworden. Unser ganz persönliches Wohnen im Landhausstil, wo modern auf rustikal und neu auf alt (Upcycling) trifft.

Vielleicht konnten wir euch ein wenig inspirieren, oder einfach mal Mut machen etwas Neues auszuprobieren. Gutes muss nicht immer gleich teuer sein und Gebrauchtes kann ebenfalls noch sehr gut sein. Mit der richtigen Pflege und einem pfleglichen Umgang kann man einiges draus machen. Nicht immer muss man sich auf eine Sache festlegen. So kann mann ruhig mal modere Sachen mit alten oder rustikalen Dingen kombinieren und seinen ganz eigenen Stil entwickeln.

Haucht eurem Zuhause doch auch mal wieder neues Leben ein. Und wenn es nur eine neue Deko ist. Schließlich kommt es ja auf die Details an 😉

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