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Das Landleben mit all seinen Facetten

Immer mehr Menschen zieht es hinaus aufs Land. Sie wollen Abstand von allem haben, was sie ĂŒber die Jahre vielleicht sogar krank gemacht hat; der viele LĂ€rm, der Dreck, die vielen Menschen, der alltĂ€gliche Wahnsinn in einer Großstadt, sowie Beton auf Beton. Da ist ein Urlaub auf dem Land genau das Richtige um mal abzuschalten. Doch was ist, wenn man dort nicht nur mehr Urlaub machen möchte, sondern fĂŒr immer aufs Land ziehen möchte?

Das Landleben! In diesem Beitrag dreht sich alles um das Landleben mit all seinen Facetten. Wie ein roher Diamant, muss man auch hier sich einiges schön schleifen. Denn auch das Landleben hat seine Ecken und Kanten. Was fĂŒr den einen von Vorteil ist, ist fĂŒr den anderen wieder von Nachteil. Da mein Mann schon immer auf dem Land lebte, kann ich mehr von mir sprechen, was so als ehemaliger Stadtmensch die Vor- und Nachteile an dem Landleben sind.



Der gewohnte Alltag – vom Stadtmensch zum Landei

Was ich damals als Stadtmensch sehr bevorzugt habe, dass ich unbeschwert ĂŒberall hin laufen konnte. Besonders wenn man (so wie ich damals) direkt im Zentrum wohnt, ist es umso vorteilhafter, dass man sĂ€mtliche GeschĂ€fte fußlĂ€ufig erreichen kann. Da spart man sich Sprit-, sowie Bus- und Bahnkosten.

Manchmal gab es so Tage, da fiel mir ein, dass mir noch etwas fehlte und ich noch mal eben schnell los bin, um mir die fehlenden Lebensmittel zu besorgen. Auch sonntags konnte ich immer noch Lebensmittel und GetrĂ€nke besorgen, da in meiner NĂ€he ein Kiosk war, welches gefĂŒhlt 24/7 geöffnet hatte.

Heute sieht das alles ganz anders aus. Denn heute ist man ohne FĂŒhrerschein aufgeschmissen, wenn man so wie wir lĂ€ndlich lebt und von der Infrastruktur abgeschnitten ist. Bei uns gibt es nĂ€mlich keinerlei Bus- und Bahnverbindungen. Die nĂ€chste Bushaltestelle ist mal eben gute 5 km entfernt. Wer lĂ€uft denn heutzutage noch mit Kind und Kegel 5 km zu einer Bushaltestelle, um dann in 5 Minuten in der Stadt zu sein? Wo der Bus vermutlich sogar nur jede halbe Stunde fĂ€hrt. Was macht man dann, wenn man ihn verpasst hat? Oder was macht man, wenn man Hochschwanger ist, oder gesundheitlich schlecht zurecht ist?

Wir ĂŒberlegen uns daher auch immer ganz genau, wann wir einkaufen fahren und was wir wirklich alles benötigen, da wir halt auf unser Auto angewiesen sind und dementsprechend auch reichlich Sprit verbrauchen. Sollte man sich doch einmal fĂŒrs Rad entscheiden und nimmt z.B. einen Arzt Termin wahr, liefert dieser einen sofort in die Kardiologie ein, weil man kurz vor einem Herzinfarkt steht – zumindest mein Mann und ich, als unsportliche Menschen inklusive gesundheitlichen EinschrĂ€nkungen, da es fĂŒr uns schon fast eine halbe Weltreise bedeutet.

Das ist also schon mal ein Nachteil am Landleben. Dass man nicht mal eben ĂŒberall hin laufen kann und in kĂŒrzester Zeit sĂ€mtliche GeschĂ€fte des tĂ€glichen Bedarfs erreicht. Wer damit gut leben kann und noch in der Lage ist (dank der heutigen Inflation) sich Sprit zu leisten, sollte damit keinerlei Schwierigkeiten haben.

Ein Blick ĂŒber unsere Wiese zum DIY GewĂ€chshaus
Unser Obst- & GemĂŒsemarkt wĂ€re dann der Garten

Die Ruhe auf dem Land

Wer jetzt denkt, dass es auf dem Land immer nur ruhig und idyllisch ist, der trÀumt womöglich von einem vergessenen Platz mitten im Nirgendwo, evtl. in Alaska, wo um einen herum nur Schnee liegt, denn dort hört man nicht viel von der Natur.

Nehmen wir mal ein Beispiel von mir: meine letzte Wohnung war sehr hellhörig und so klopften die Nachbarn unter mir des Öfteren an die Decke, dass ich doch bitte meinen Fernseher oder meine Musik leiser stellen sollte. Oder dass meine Katzen zu laut seien usw. Der Vorteil auf dem Land ist: hier kann jede/r so laut sein wie er/sie mag. Der Nachteil auf dem Land ist: hier kann jede/r so laut sein wie er/sie mag!

Was bedeutet, dass auch hier die umliegenden Nachbarn mal laut sein können. Abends plötzlich eine laute Feier statt findet, oder auch mal sonntags die GartengerÀte laufen. Bei uns auf dem Land wird auch sonntags mal der Rasen gemÀht oder Holz gesÀgt. Und was man nicht vergessen darf: die Landwirte arbeiten immer und sehr lange. Die meisten arbeiten noch in einem anderen Beruf und machen die Landwirtschaft nebenbei. So kann es schon mal sein, dass man bis in die Nacht noch Traktoren auf den umliegenden Feldern sieht und hört. Nicht zu vergessen: der heilige Sonntag, der auf dem Lande auch ein Arbeitstag sein kann.

Wem das dann doch zu viel LÀrm und Tumult ist, sollte sich dann lieber nicht in der NÀhe von Feldern und Bauernhöfen nieder lassen.

Habt ihr schon mal am Wochenende senkrecht im Bett gesessen, weil ihr SchĂŒsse gehört habt? Das kann euch auf dem Land öfter mal passieren. JĂ€ger mĂŒssen ihrer Arbeit nachgehen und können auch schon mal zur DĂ€mmerungszeit Wild jagen. Die SchĂŒsse sind nicht zu ĂŒberhören und wer noch Hundebesitzer ist, sollte auf dem Land und im Wald besonders acht auf die Leinenpflicht geben!

Der Supermond vom Land aus gesehen
Auf dem Land erscheint der Mond noch grĂ¶ĂŸer und heller

Die Schöne Idylle – Natur pur

Ja auch die Natur ist bei uns definitiv mehr vertreten, als in der Stadt. Das ist natĂŒrlich ein enormer Vorteil, wenn man nicht so empfindlich ist. Nehmen wir mal wieder mich selbst als Beispiel: ich bin Allergiker und mittlerweile gegen so viele Pflanzen allergisch, dass es ein Wunder ist, dass ich ĂŒberhaupt noch hier auf dem Land leben kann. FĂŒr viele Allergiker gibt es nicht Schlimmeres, als in der NĂ€he von blĂŒhender BĂ€ume und StrĂ€ucher zu sein, gegen die sie allergisch reagieren. Deshalb halte ich mich mit Nasensprays und bald sogar Kortisonspritzen ĂŒber Wasser, da auf unserem Hof z.B. all das wĂ€chst und gedeiht, gegen das ich allergisch reagiere.

Zudem sollte man nicht vergessen: wo viel GrĂŒn ist, sind auch viele Tiere!
Bei uns fĂŒhlen sich daher so viele Tierarten wohl, dass es manchmal schon stressig sein kann. Fliegen sind bei uns an der Tagesordnung. Unsere Fenster mĂŒssen mit Fliegengitter ausgestattet sein, damit wir sie öffnen können, ohne dass gleich das gesamte Haus voller Fliegen ist. Fiese Insekten, die im Sommer besonders aggressiv sind, fĂŒhlen sich hier natĂŒrlich auch wohl, so dass ich als Allergiker noch mehr aufpassen muss, nicht gebissen oder gestochen zu werden. Manchmal bedeutet das sogar fĂŒr mich: Stubenarrest! Besonders dann, wenn Christian beim Gras schneiden auf ein Bremsennest stĂ¶ĂŸt.

Wer so wie wir GeflĂŒgel halten will, sollte sich auch Klaren darĂŒber sein, dass ĂŒberall wo GeflĂŒgel ist, auch Ungeziefer kommt. Ratten und MĂ€use fĂŒhlen sich von dem Viehfutter magisch angezogen und wenn man sogar noch KĂŒken hat, muss man ganz besonders aufpassen, dass diese nicht von Ratten gefressen werden. (FĂŒr mehr Informationen zu GeflĂŒgel: einfach mal bei HĂŒhner Hof vorbei schauen!)

WĂ€ren da noch die streunenden Katzen und vor allem die unkastrierten Kater, die gerne einfach alles markieren. Mit alles meine ich auch alles! Hof und Wiese – okay, aber Werkstatt, samt Einrichtung, Autos, Spielplatz, Terrasse und Möbel, Grill, HolzhĂŒtten, das Haus selbst, die Fußmatte- einfach alles was zu markieren draußen existiert, wird auch markiert. Wer sich jetzt noch mit Katermarkierungen auskennt, der weiß sofort wie streng das riecht. Gerade im Sommer, wenn es heiß ist und der ĂŒble Geruch einem direkt in die Nase steigt.

Abgesehen von den Wildkatzen und ihrem Markieren, hat man auch schon mal lĂ€stige Vogelrassen wie KrĂ€hen und Raben, oder sogar Greifvögel hier. Noch mehr Arbeit diese von dem eigenen GeflĂŒgel und vom Hof fern zu halten.
Die Kleinvögel nisten sich hingegen sehr gerne im Haus ein, sobald sie eine kleine Stelle unterm Dach finden, wo sie hineindringen können. Bei uns ist deshalb unser halbes Dach voll mit Spatzen, Meisen und Co. die sich alle bei uns sehr heimisch fĂŒhlen und gerne nisten. Dabei fĂ€llt auch immer jede Menge Dreck runter, direkt auf unsere Fenster oder auf den Hof. Laut sind sie auch noch, meistens zur MorgendĂ€mmerung, wenn man noch im Halbschlaf ist und sich gern noch einmal umdrehen möchte. Dann sind sie am lautesten und kratzen mit ihren Krallen und SchnĂ€beln ĂŒberall rum und singen fröhliche Lieder, die wir als Menschen nie verstehen werden.

Natur pur eben!

Unsere HĂŒhner im Schatten
Unsere HĂŒhner stören sich an nichts, sie genießen einfach das Leben

Die frische Landluft

Kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen: die frische Landluft! Gerade ich, als sehr empfindlicher Mensch mit einem ausgeprĂ€gten Geruchssinn, kĂ€mpfe ich immer wieder mit den GerĂŒchen vom Lande. Um uns herum: jede Menge Viecher, die sehr viele GeschĂ€fte zu verrichten haben, die erst einmal immer gesammelt werden und irgendwann dann auf die umliegenden Feldern verteilt werden, damit alles gut wĂ€chst und gedeiht. Kommt nicht so gut, wenn man draußen gerade sitzt und essen möchte. Da kann so ein StĂŒck selbst gebackener Kirschkuchen schon mal einen unschönen Beigeschmack erhalten und das Grillen zum Desaster werden, da natĂŒrlich wieder unendlich viele Fliegen am Start sind und auf deiner Bratwurst ums Überleben kĂ€mpfen.

Wohnt man wie wir am Rande der Haard (ein sehr großflĂ€chiger Wald), hat man immer wieder die Möglichkeit sich dorthin zurĂŒckzuziehen um mal ordentlich frische Waldluft zu schnappen. Hier kann man auch wunderbar mit Pferden ausreiten und zum Ende des Sommers ordentlich Pilze sammeln.

Also wer wie mein Mann Christian abgehĂ€rtet ist und wem die frische Landluft nichts ausmacht, der wird sich sicherlich auf dem Lande wohl fĂŒhlen. Es soll ja auch Menschen geben, die lieben Stallgeruch – fĂŒr mich ja unvorstellbar, aber jedem das Seine. Ich bevorzuge dann doch lieber den Duft von unseren Rosen auf unserer Terrasse oder die Babymauken von unserem (jĂŒngsten) Sohn Jo.

Unsere HÀhnchen und PommerngÀnse
Unsere Neuankömmlinge: HÀhnchen und PommerngÀnse. Ein fantastischer Geruch, der sich in so im Stall bildet!

Frische Luft und Ruhe möchten alle haben

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man nicht der einzige Mensch im Wald ist. Seit den zahlreichen Corona Lockdowns wurde es immer mehr und mehr mit den Menschen die von ihrem Alltag, aus der Stadt und von anderen Menschen in den Wald geflohen sind. Trifft man heute im Wald bald mehr Menschen, als in der Stadt.

FĂŒr uns Landeier ein Graus! Hatten wir doch immer so schön unsere Ruhe, konnten friedlich durchs Dörfchen spazieren gehen und die herrliche Ruhe und Idylle genießen, mĂŒssen wir heute alle Naselang unzĂ€hligen Radfahrern mit unseren Kindern (und Kinderwagen) ausweichen. Auch zahlreiche Autos, meist nicht einmal aus unserem Landkreis, fahren immer mehr die Schleichwege entlang, so dass ein ruhiger gemĂŒtlicher Sonntagsspaziergang zu einem stressigen Ausweichparkour wird.

Immer mehr Menschen zieht es raus aufs Land. Immer mehr Menschen fangen an den Wald wieder zu schĂ€tzen. Doch zu welchem Preis? Viele Menschen bedeutet auch viel mehr MĂŒll in der Natur, viel LĂ€rm und Dreck, aber ganz besonders: viel Unruhe.

Wo gehen wir Landeier eigentlich dann noch hin, wenn wir auf dem Land auch schon keine Ruhe mehr haben?

Christian und ich auf unserer Wiese
Wir bleiben daher gern auf unserem Hof, hier ist es fĂŒr uns immer noch am Schönsten

Landleben mit praktischer Selbstversorgung

Ein wirklich großer Vorteil ist die Selbstversorgung die man auf dem Lande super ausleben kann. Meist besitzt man ein großes GrundstĂŒck, worauf man Obst und GemĂŒse on mass anpflanzen kann. Falls man so wie wir sich noch mit Fleisch selbst versorgen möchte, kann man sich auch eigenes GeflĂŒgel halten. Sollte man es nicht selbst ĂŒbers Herz bringen, seine Tiere fĂŒr die eigene Versorgung zu erlegen, kann man diese auch einfach zu einem Profi bringen und erhĂ€lt gegen Aufpreis alles nach Wunsch fertig aufgeteilt zurĂŒck.

So können auch AnfĂ€nger sorglos ihr eigenes GeflĂŒgel oder evtl. auch andere Tiere halten. Heutzutage wird einem vieles einfacher gemacht und wunderbar erklĂ€rt. Da kann man sich sicher sein, dass auch Stadtmenschen zum Landei bzw. Hobbylandwirt werden können.

Gibt es etwas Schöneres, als das eigene Obst und GemĂŒse aus dem Garten? Bio QualitĂ€t auch beim Fleisch!

Selbstversorgung ist allerdings auch mit einer Menge Arbeit verbunden und man muss viel Zeit investieren um zu pflanzen, gießen und ernten. Ebenso muss man sich auch um seine Viecher kĂŒmmern und darf nicht vergessen, dass Tiere immer Geld kosten! Egal ob in der Anschaffung, das Futter oder Tierarztkosten. Bei solchen WĂŒnschen immer vorerst gut ĂŒberlegen, alles durchgehen und sich unbedingt beraten lassen, damit man allem – vor allem den Tieren – gerecht wird!

(Klickt die einzelnen Bilder an fĂŒr ihre Beschreibung)

Ein altes HÀuschen mit Hof wÀre ideal, oder?

„Ihr habt es euch aber schön gemacht, habt euch etwas Tolles aufgebaut. So ein sĂŒĂŸes Haus mit viel Natur drum herum!“. Einen Satz, den wir schon des Öfteren gehört haben. Doch kaum jemand weiß, wie viel Schweiß und Blut und manchmal auch Verzweiflung in so einem alten Kotten steckt.

Das alte Fachwerkhaus mĂŒsste eigentlich Kernsaniert werden, was auch nicht so einfach ist, wegen der vielen Feuchtigkeit im und am Haus. Man kann es sich so vorstellen, als lebe das Haus fĂŒr sich und es macht auch gern mal was es will.
Es gibt immer etwas zu tun, man hat quasi eine Dauerbaustelle und kann sich sicher sein, dass man bei einem Eigenheim – besonders bei einem alten Fachwerkhaus wie unserem – niemals fertig wird. Selbst wenn man mal alles soweit fertig hat, kommt entweder plötzlich Hochwasser oder SturmschĂ€den daher und man kann alles wieder erneuern. Oder man hat die Nase voll und möchte einfach generell ein Umstyling fĂŒrs Haus.

Der Hof ist auch nicht zu unterschĂ€tzen mit all seinen Ecken und Kanten. Die meiste Arbeit befindet sich nĂ€mlich immer noch draußen!

Wenn es warm wird, will die Wiese, dass man sie stĂ€ndig schneidet, es sei denn, man hĂ€lt sich Schafe, die diese Arbeit ĂŒbernehmen – dann darf man allerdings alles sehr gut einzĂ€unen und keine StrĂ€ucher oder anderes Obst und GemĂŒse in der NĂ€he haben, sonst wird alles weggefressen!

Hier und da braucht es wieder eine Erneuerung an den StÀllen oder die selbst gebaute Werkstatt, die einst einmal ein Schweinestall war, muss renoviert werden.

Möchte man sich doch gerne eine OutdoorkĂŒche aufbauen und eine gemĂŒtliche Terrasse errichten, fragt man sich, wann soll man das denn noch machen? Schließlich braucht das Haus noch eine ManikĂŒre und der nicht vorhandene Keller eine PedikĂŒre.

Dies sind lediglich nur Beispiele von uns, es kann natĂŒrlich auch ganz anders aussehen – noch schlimmer zum Beispiel (kleiner Spaß!).

Fazit vom Landleben

Fassen wir noch einmal zusammen, was die Vor- und Nachteile des Landlebens sind:

Vorteile:

  • kein StadtlĂ€rm
  • gesĂŒnder und Stressfreier leben (ideal bei Depressionen)
  • mehr Natur – viel GrĂŒn und viele Tiere
  • auf dem Land darf man auch mal selbst Krach machen
  • wenn man gut versteckt lebt, wird man selten gefunden – Ruhe vor Menschen
  • dort leben wo andere Urlaub machen
  • sich einfacher selbst versorgen dank großem Garten und eigener Tierhaltung
  • ein Eigenheim auf dem Land ist meist weitaus gĂŒnstiger, als in der Stadt

Nachteile:

  • LĂ€rm durch die Landwirtschaft (Traktoren die bis in die Nacht laufen)
  • viel Ungeziefer (Ratten, MĂ€use, Raubvögel, aggressive Insekten)
  • fĂŒr den einen Landluft, fĂŒr den anderen Gestank (Viehmist)
  • Arbeiten auf Sonntagen und auch mal laute Feste
  • SchussgerĂ€usche von JĂ€gern
  • immer mehr Menschen zieht es aufs Land oder in die WĂ€lder
  • Haus und Hof bedeuten immer viel Arbeit und auch viel Geld

In diesem Beitrag habe ich euch viele Beispiele von uns genannt. NatĂŒrlich ist es bei jedem Menschen anders. Die einen bevorzugen ein fertiges Haus, worin sie nur noch einziehen brauchen. Die RealitĂ€t sieht meist anders aus – besonders aufm Land! Hier sollte sich jeder bewusst sein, dass auf dem Land andere ‚Regeln‘ herrschen.

Auf dem Land gelten andere Regeln!

Feiert ein Nachbar am Wochenende eine Party, ist man entweder mit dabei oder freut sich einfach ĂŒber gute Musik.

Landleben bedeutet auch, dass der Nachbar sonntags den Rasen mĂ€ht. Dann schĂŒttelt man einfach mit den Kopf und schmeißt seine KettensĂ€ge an um BĂ€ume zu fĂ€llen!

Auf dem Land wird sich nicht ĂŒber Hundehaufen, sondern ĂŒber PferdeĂ€pfel beschwert, die die eigene voller Unkrautbewachsene Einfahrt verschönern.

Landleben ist, wenn man die entfernten Nachbarn kaum sieht, aber dennoch immer fĂŒreinander da ist.

Auf dem Land leben nicht einfach nur irgendwelche ‚Bauern‘. Es sind ganz normale Menschen, die einen Vollzeitjob ausĂŒben und noch nebenbei ihre Höfe ĂŒber Wasser halten. Denn leider verdient man in der heutigen Zeit kaum noch etwas in der Landwirtschaft.

FĂŒr uns lohnt es sich auch nicht, einen eigenen Hofladen zu eröffnen. Wer will schon mit den Nachbarn konkurrieren? Und stĂ€ndig Tag der offenen TĂŒr zu haben muss man auch erst einmal wollen. Immerhin ist es unser Zuhause, unsere WohlfĂŒhlzone, unser Ruhepol und das soll auch so bleiben.

Viele tolle Pflanzen von unserer Nachbarin
Wenn man ganz liebe Nachbarn hat, tauscht man sich schon mal mit Obst, GemĂŒse und Pflanzen aus

Wir genießen sehr die Ruhe vor der Stadt und den vielen Menschen. Dabei freuen wir uns, wenn wir euch dennoch immer ein StĂŒck mitnehmen können. Gern inspirieren wir euch mit unseren Ideen, Rezepten oder mit unserem Familienleben.

Falls ihr noch mehr zum Thema Landleben erfahren wollt und wie ich mich vom Stadtmensch zum Landei entwickelt habe, dann dĂŒrfte dieser Beitrag auch sehr interessant sein:

Vom Stadtmensch zum Landei

Wollt ihr noch mehr ĂŒbers Landleben erfahren? Schreibt mir doch in die Kommentare, was ihr gerne noch alles wissen möchtet!

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