Alles begann mit einer alten Zimmertür…

Eine alte Zimmertür dient als Boden für den Wachtelstall

Innerhalb von zwei Tagen haben Christian und ich einen Wachtelstall aus einer alten Zimmertür und vielen übrig gebliebenen Holzresten gebaut. In einzelnen Schritten und Bildern, zeigen wir euch unser DIY Projekt.

Als Boden diente uns eine alte Zimmertür, die bei uns im Haus nicht mehr benötigt wird. Dann suchten wir unseren Hof, die Werkstatt und Lager nach Holzresten ab und fanden noch ein wenig Konstruktionsholz. Dieses musste erst noch mit unserer Kappsäge in unterschiedlichen Größen geschnitten werden, da wir eine Schräge für das Dach brauchten.



Das Konstruktionsholz wurde auf die Tür geschraubt und eine Seite nur mit kurzen und die andere Seite mit den längeren Hölzern verschraubt, damit eine leichte Schräge für das Dach entsteht.

Als Nächstes ging es an die Kabine für die Wachteln, worin sie ihre Eier legen und sich zurück ziehen können. Diese Kabine haben wir aus Brettern einer ehemaligen Holzdecke gebaut. Das praktische daran: man konnte sie – wie bei Laminat auch – ineinander stecken. Vorher natürlich abgemessen und zurecht geschnitten, damit nichts übersteht. Durch die etwas höher stehenden Seiten, mussten die Deckenbretter schräg geschnitten werden.

Die Bretter wurden mit einer Druckluft-Nagelpistole an das Konstruktionsholz befestigt. Der Eingang für die Wachteln zu ihrer Kabine, durfte natürlich nicht fehlen. Dafür haben wir kleine Restholzstücke auf die Tür geschraubt und das Deckenholz an beiden Seiten mit Hilfe eines Lineals, Bleistift und der Kappsäge angepasst.

Um später den Kaninchendraht zu befestigen, brauchten wir noch einen Rahmen. Dieser dient auch dafür, dass das ganze Streu und die Erde für die Wachteln im Stall bleibt und nicht sofort rausgeschoben wird.

Für diesen Rahmen entschieden wir uns, ein altes Rolllattenrost zu verwenden. Das lag bei uns noch in der Werkstatt rum und sollte nun endlich zum neuen Einsatz kommen. Ich riss dann also das angetackerte Band von den einzelnen Latten ab, was alle Latten so schön zusammengehalten hat und Chris passte es an die jeweilige Größe an.



Da die Wachteln in der kleinen Kabine ihre Eier legen sollen, brauchten wir dafür auch noch einen Zugang, um an die Eier zu kommen und das Streu zu wechseln. So entschieden wir uns für eine Schiebetür aus einer alten Holzspanplatte mit einem Griff von einer ehemaligen Kommode.

Die Schiebetür aus Holzspan und einem Griff von einer alten Kommode

Es fehlte allerdings noch eine weitere Tür um in den Stall reinzukommen und das Streu auszuwechseln, sowie Futter und Wasser auszutauschen.

Dazu dienten uns ein paar Kanthölzerreste von einem alten Stall und die alten Scharniere und das Riegelschloss von diesem Stall, konnten wir ebenfalls wieder verwerten. Die Stalltür musste separat mit Kaninchendraht ausgestattet werden. Dafür habe ich kleine Krampen (gebogene Nägel) und einen Hammer genommen. Den überschüssigen Draht habe ich einfach mit einem Seitenschneider abgeknipst. In dieser Zeit hat Christian den Kaninchendraht um die offenen Seiten des Stalls gewickelt und ebenfalls mit Kampen und Hammer befestigt. Für die Tür und die Scharniere musste noch ein extra Kantholz her, ebenso oben rum zur Befestigung des Drahtes.

Als Dach wurden Holzspanplatten genommen, die Christian ebenfalls noch in seiner Werkstatt stehen hatte. Diese konnten ganz einfach an den Rahmen festgeschraubt werden.

Da der Wachtelstall eher auf Augenhöhe stehen sollte, damit wir einfacher an ihn ran kommen, baute Chris ein Unterkonstrukt aus dicken Kanthölzern und flammte diese mit einem Brenner ab.

Nachdem wir den schweren Wachtelstall zu zweit zu seiner Ausgangsposition getragen haben, bekam er noch Dachpappe drauf genagelt. Zum Schluss wurden noch Welldachplattenreste draufgeschraubt.

Und fertig ist unser DIY-Wachtelstall.

So sieht unser DIY-Wachtelstall fertig aus



Das Einzige was wir kaufen mussten war, der Kaninchendraht für ca. 10€. Denn alles andere hatten wir zum Glück noch über gehabt. Das ist für uns Upcycling.

Hier könnt ihr euch die Arbeit noch mal in einem kleinen Video anschauen:

Unser erstes Video auf YouTube

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