Schritt für Schritt zur Selbstversorgung

Direkt vorweg: mit der 100 Prozentigen Selbstversorgung klappt es leider nicht ganz, aber wir wollen einiges dafür tun, dass wir nicht mehr so sehr auf Supermärkte und Co angewiesen sind.
Bisher konnten wir auch schon so manches an Obst und Gemüse ernten, zwar nicht so viel wie damals zur Zeiten der Großeltern, als hier noch Landwirtschaft betrieben wurde, aber immerhin etwas!

In diesem Beitrag berichte ich von unseren neuen Gartenprojekten und das, was wir bisher schon geschafft haben. Es ist ein Anfang gemacht und Schritt für Schritt nähern wir uns unseren Zielen!




Damals war alles besser…

Christian und ich sprechen oft über die Zeiten der Eltern und Großeltern, was sie alles geschafft haben und wie nachhaltig diese Generation gelebt hat. Heutzutage wird so vieles verschwendet oder weggeworfen. Das ist für viele Menschen – der Generation Großeltern – einfach nur noch erschreckend und beschämend. Hat man früher doch in vielen Dingen nachhaltiger gelebt, als zur heutigen Zeit. Zu der damaligen Zeit wurden keine Wegwerfwindeln oder Einmaltaschentücher verwendet, denn damals hatte man alles aus Baumwolle und nach gründlichem Waschen einfach wiederverwendet. Das war nachhaltig!

Lebensmittel wurden damals in Glas oder auch Blechdosen aufbewahrt, wo uns heute zahlreiche „Plastik“ Markendosen zur Verfügung stehen. Wenn ich dran denke, an die ganzen Weichmacher oder wie stark diese Kunststoffbehälter Gerüche von Lebensmitteln oder Spülmitteln annehmen, wird mir ganz anders… Was haben wir uns nur dabei gedacht? Haben wir uns zurück entwickelt? Zum Glück besteht noch Hoffnung, denn die Menschen fangen wieder an umzudenken und nachhaltiger zu leben. Was damals so üblich war, wird heute wieder neu aufgesetzt, nur in besser und mehr!

So hat damals ein Stück Seife für alles ausgereicht. Heute gibt es neben zahlreichen Duschgels und Shampoos neuerdings feste Seifen. Feste Seife fürs Gesicht, für die Haare, für den Körper, für den Ar… Naja, es ist immerhin besser, als die ganzen Plastikdosen.

Was damals noch so üblich war, dass die Gärten voll mit Obst und Gemüse waren und dass vieles eingemacht wurde, damit man sich auch über die Wintermonate mit dem eigenen Ertrag versorgen konnte. Lebensmittel musste man sich damals selten kaufen, denn auch unser kleiner Bauernhof hat reichlich abgegeben – auch Fleisch. Früher haben die Menschen weniger Fleisch gegessen, denn es war etwas Besonderes und oftmals teuer, weil es noch geschätzt wurde. Von heute fange ich gar nicht erst an…

Heute möchten wir jedenfalls wieder ein Stück zurück in diese tolle Zeit der Selbstversorgung und haben daher angefangen unseren Garten darauf vorzubereiten.

Unser kleiner Garten

Christian hat zwar über Jahre hinweg einen kleinen Teil unseres Gartens für Gemüse und Co verwendet, doch dieser Teil weicht nun einer größeren Terrasse samt Outdoorküche, die wir noch bauen werden. dafür haben wir nun einen Teil unserer großen Wiese in Anspruch genommen und ein paar große Hochbeete aus Paletten aufgestellt. Zudem werden wir auch noch ein Gewächshaus selbst erbauen, damit wir auch über den Winter immer frisches Obst und Gemüse oder Kräuter parat haben.

Auf dem ersten Bild kann man erkennen, dass vor der Terrasse ein Beet liegt. Dort haben wir letztes Jahr einiges an Gemüse und Erdbeeren gepflanzt. Doch alleine unsere Erdbeeren wurden immer mehr und haben enorm viel Platz weggenommen, sodass uns nur noch ein Umzug des Gartens blieb und wir den Garten auf unsere große Wiese verlagerten. Dazu kam uns dann die Idee mit den Hochbeeten, denn dann braucht man sich nicht mehr so sehr bei der Gartenarbeit bücken, was seinen Vorteil hat und die Hühner picken auch nicht sofort das Gemüse ab.

Der kleine Garten gleicht derzeit einem Schlachtfeld, denn Christian hat die gesamte Grasnarbe entfernt und auf der großen Wiese verteilt, da diese zum Teil nur noch aus Matsch bestand, dank unserer fleißigen Enten.
Die Grasnarbe wurde also an anderer Stelle platziert und die Erde in unsere Hochbeete aufgeteilt. So kann Chris unseren kleinen Garten besser begradigen, ein paar kleine Wege pflastern und neues Gras säen.
Um die Terrasse herum bleiben auch ein paar Pflanzen und vor allem Kräuter, damit wir diese immer zur Hand haben, wenn wir mit unserer Outdoorküche kochen.

Der kleine Garten im Umbau




Unsere DIY Upcycling Hochbeete

Auf der „großen“ Wiese – so nenne ich immer den großen eingezäunten Bereich unseres Geflügels, wo auch mal unsere damaligen Schafe grasten – haben wir ein paar Hochbeete aufgestellt. Dazu dienten uns einige ausrangierte Paletten, die wir vor der Entsorgung retten konnten. Christian liebt das Arbeiten mit Paletten, denn es ist relativ einfach und unkompliziert und man bekommt immer wieder ganz tolle Sachen dabei raus. So auch ein paar große Hochbeete, die eine gute Höhe zum gärtnern und viel Platz für unser Gemüse bieten.

Drei große Hochbeete und in der Mitte kommt unser DIY Gewächshaus hin. Dazu werde ich auf jeden Fall noch berichten, wenn es soweit ist.

Zuerst haben wir unsere Hochbeete aus alten Paletten gebaut, die wir auf kleinen Steinplatten abstellten, damit sie besseren Halt haben. Nachdem alles fertig verschraubt war, bestellten wir uns online große Noppenfolie, um die Hochbeete damit von innen zu verkleiden. Als die Folie ankam, legten wir auch schon los – Teamwork versteht sich! Auch wenn ich manche Nägel schief ins Holz hämmerte, kann sich das Ergebnis sehen lassen.
Nach der Noppenfolie ging es ans Befüllen der Hochbeete und da hatte Chris noch eine ganze Menge an trockenem Heu über, sowie jede Menge Äste und Gestrüpp. Als weitere Schicht kam unser alter Misthaufen zum Einsatz und wurde in die Hochbeete verteilt, somit haben wir direkt guten Dünger mit super Nährstoffen.

Anfangs haben wir uns noch Gedanken gemacht, wo wir so viel Erde herbekommen, dass wir unsere großen Hochbeete auch voll bekommen, doch Chris hatte ja noch vor gehabt, unseren kleinen Garten, sowie einen weitern Teil unserer Wiese zu begradigen. Dafür musste er so oder so etwas Erde abnehmen. Diese Erde kam genau richtig, denn dadurch konnten wir unsere Hochbeete doch noch bis zum Rand befüllen!

Eines der Hochbeete haben wir direkt bepflanzt mit unseren Erdbeerpflanzen, denn diese lagen platt getrampelt von unserem Geflügel auf der Erde und sahen sehr trostlos aus. Wir hatten erst Sorge, dass aus ihnen nichts mehr wird, doch als ich die Pflanzen vorsichtig ausgrub, sah ich jede Menge neuer Triebe an ihnen und so pflanzten wir sie direkt ins erste Hochbeet ein.

Unsere Erdbeerpflanzen haben ein neues Zuhause bekommen

Nachdem wir bemerkt haben, wie schnell doch so ein Hochbeet voll wird, dachte sich Chris, so bekommen wir doch nicht alles unter. Denn wir haben noch viel mehr Erdbeerpflanzen und die werden nicht alle in ein Hochbeet passen – zudem sollten doch auch noch andere Pflanzen mit ins Beet hinein. Also baute Chris noch ein weiteres Hochbeet auf die Schnelle, was nur aus vier Paletten besteht. Das ging relativ flott und nachdem es mit der Noppenfolie ausgestattet wurde, konnten wir es auch sofort bis zum Rand befüllen.

Unser kleines Hochbeet




Unser fleißiges Geflügel

Während unserer Gartenarbeit haben wir natürlich immer wieder Besuch von unseren fleißigen Hühnern bekommen. Denn sobald bei uns gebuddelt wird, sind die Hühner sofort zur Stelle und wollen ihre bestellten Würmer abholen. So hilft bei uns jeder mit und hat seinen eigenen Aufgabenbereich. Auch die Laufenten freuen sich, über neue Erde zum begutachten, aber sie halten gerne Abstand, da sie etwas scheu sind.

Während wir die Warzenenten schon mal in einem eingezäunten Bereich unterbringen konnten, denn unsere Wiese muss sich erst einmal wieder von den ganten Strapazen erholen.

Wenn man sich das erste Bild etwas genauer anschaut, erkennt man die neu gelegten Grasnarben aus unserem kleinen Garten. Es sind lauter kleine Kacheln, doch mit etwas Geduld wird wieder alles zu einer großen Fläche.

Der eingezäunte Bereich macht unseren Enten nichts aus, sie fühlen sich dort sehr wohl und manchmal bekommen sie Besuch von den Hühnern und Laufenten.
Die Laufenten kommen manchmal durch die Maschen des Zaunes hindurch und gehen dann ein und aus oder wissen auf einmal nicht mehr, wie sie zurück kommen und bleiben dann einfach bei den Warzenenten und legen sich zu ihnen.

Bei unseren Arbeiten haben wir schon einige Enteneier unserer Laufenten gefunden. Sie fangen langsam mit dem Eierlegen an. Eine Laufenten Dame hat sich sogar ein kleines Nest vom letzten Jahr ausgesucht, in das sie sich ab und an mal zurückzieht und ein Ei legt. Doch die Zeit des Brüten ist noch nicht gekommen, wir sind schon gespannt wann unsere Enten wieder loslegen. Auf jeden Fall haben wir jeden Tag Ostern, da wir nun jeden Tag unsere Wiese nach Eiern absuchen dürfen!

Laufenten Eier




Saatgut und Anzucht

Wir sind auf keinen Fall die Sorte Mensch, die sich für alles einen Plan macht. Ich habe vor einiger Zeit viele Beiträge auf unseren Social Media Kanälen gesehen, indem sich sehr viele Menschen nicht nur viele Gedanken zu ihrer Gartenplanung gemacht haben, sondern sich richtig schöne Pläne gezeichnet haben. Sie zeichneten ihren Garten und beschrifteten ihre Beete mit dem Obst und Gemüse, das sie dort pflanzen wollten. Das hat uns sehr fasziniert und wir mussten echt über uns selbst schmunzeln, wie wir so immer an die Gartengestaltung ran gehen; fast schon chaotisch!

Bisher hatte es immer ausgereicht, wenn wir einfach drauf los gärtnerten. Christian bekam es in den Kopf, jetzt sofort loszulegen und einfach mal ein paar Bahnen in die Erde zu ziehen. Dann wurde Saatgut raus gekramt oder nachgekauft und einfach in die Erde gesteckt/verteilt. Entweder es wird was oder nicht. Und so war es dann auch: manches wuchs prächtig und manches wiederum war ein Reinfall.

Doch die vielen tollen Beiträge unserer Mitmenschen haben uns so angesteckt, dass wir es dieses Mal anders machen wollten. Wir haben zwar nicht unseren Garten aufgemalt und beschriftet, denn das ist immer noch eine spontane nach Gefühl Sache bei uns, wo wir etwas pflanzen werden, aber wir haben uns immerhin um jede Menge neues Saatgut, Mini Treibhäuser und die Anzucht gekümmert!

Das ist noch nicht alles an Saatgut gewesen…

Als Christian und ich das ganze Saatgut gekauft hatten, haben wir am gleichen Abend sofort losgelegt und einiges an Kräuter und Gemüse angepflanzt. Es hat uns richtig viel Spaß gemacht, da die Vorfreude auf die eigene Anzucht einfach riesig war.
Einiges an Saatgut werden wir direkt in unsere Hochbeete geben und manches auch in unser Gewächshaus – sofern es dann schon steht.

Wir haben einfach drauf los gepflanzt: Basilikum, glatte Petersilie, Dill, Thymian, Chili Jalapeño, Zucchini, Gurken, Paprika, Tomaten, Grünkohl, Mangold, Spinat, Feldsalat, Eissalat, Blattsalat usw. Es hat uns einfach gepackt, das Azuchtfieber!

Außerdem haben wir noch jede Menge Blumensaatgut, welches wir so gut wie überall verteilen werden. Hauptsächlich auch auf dem Wiesenstück neben unserer Einfahrt, denn dort sollen sich die Insekten auch heimisch fühlen. Und wahrscheinlich auch einen Teil in unserem kleinen Garten/Terrassenbereich, weil es einfach wunderschön ist, wenn man im Sommer auf der Terrasse sitzt und den fleißigen Bienchen bei ihrer Arbeit zusehen kann.

Das Summen fehlt uns richtig, wir sind sehr froh, wenn es bald wieder los geht! Und es wird auch bald wieder los gehen, denn ich habe schon die ersten fleißigen Summer gesehen!

Es geht langsam los, der Frühling kommt!

Das waren mal wieder ein paar Eindrücke aus unserer Gartenwelt. Wir sind noch lange nicht fertig und haben noch einiges vor. Sobald wir unsere Hochbeete bepflanzen und unser Gewächshaus bauen, werde ich davon berichten!

Falls ihr eventuell Anregungen, Tipps und Ideen habt, dann lasst uns doch einen Kommentar hier, wir freuen uns sehr über eure Meinung!




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