Unser Sohn war von Anfang an unser Anker und seit der Schwangerschaft standen wir beide so sehr auf Anker… Was waren wir verrückt danach: zahlreiche Ankerbilder wurden aus dem Internet heruntergeladen und schmückten unsere Smartphone Displays, Smartphone Hüllen mit Anker drauf oder Anker Schmuck… Plötzlich drehte sich alles nur noch um Anker. Kein Wunder, dass da unbedingt ein Anker in Yunis sein Kinderzimmer musste! Aber Bilder kaufen war uns zu einfach und wir wollten etwas individuelles, etwas, dass wir selbstgemacht haben. Und so kam mir die Idee, dass wir doch einen Anker aus Holz machen könnten.

Wie schön, dass Christian immer unsere kreativen Ideen mit seinem geschickten Handwerk umsetzen kann. Ich suchte mir eine Ankerform aus dem Internet aus und Chris besorgte eine Sperrholzplatte.

Natürlich war der Anker aus dem Internet um einiges kleiner und ich zeichnete ihn frei Hand mit einem Bleistift auf die Sperrholzplatte, damit ich ihn immer wieder mit einem Radiergummi korrigieren konnte.
Das kann schon mal etwas nervenaufreibend werden, wenn man ein wenig perfektionistisch angehaucht ist, aber dennoch ging es relativ flott und der Anker war auf der Platte vorgemalt.

Nicht Perfekt, aber fürs erste Mal aus der Hand heraus ganz okay.

Als Nächstes ging es ans Ausschneiden und das hat Chris mit der Stichsäge übernommen. Ich hätte es auch gekonnt, aber vermutlich nicht so gut wie Chris, der die Stichsäge weitaus öfter benutzt als ich. Und bei den Rundungen, sowie bei der Öse, wurde es doch ganz knifflig, so dass ich wirklich froh war, dass er sich um das Ausschneiden kümmerte.

Das Ausschneiden kann an den Rundungen knifflig werden.

Doch auf Christian ist verlass und er hat es wunderbar hinbekommen. Nun mussten noch die Ränder ein wenig mit Schleifpapier geglättet werden, damit man sich nirgends Splitter zuziehen kann und alles wieder fein und glatt ist. Schon haben wir einen schönen Anker geschaffen. Fehlte nur noch eine schöne Farbe.



Wie sollte es auch anders sein (bei unserem Jungen), entschieden wir uns für ein sattes Blau. Mit einer blauen Abtönfarbe und einem kleineren Malerpinsel malten wir den Anker von beiden Seiten an. Dabei mussten auch die Kanten bemalt werden, so dass man nichts mehr von dem hellen Holz sah.

Seite für Kante – nach und nach. Zwischendurch mal eine Seite trocknen lassen!

Und nun war der Anker schon fast fertig. Wir kauften noch ein weißes Seil aus dem Baumarkt, welches wir um den Anker herum wickelten und von hinten leicht verknoteten. Dann klebten wir noch eine Batteriebetriebene LED-Lichterkette von hinten dran, damit der Anker eine schöne Hintergrundbeleuchtung bekam.

Wir suchten eine geeignete Wand im Kinderzimmer aus und hielten den Anker zur Probe an, wo er hin sollte. Dann zeichneten wir zwei Löcher an und bohrten los – ein Loch oben und eines unten. Zwei Dübel sorgten für extra Halt und so konnten wir den Anker fest an die Wand schrauben. Damit die Schrauben nicht ganz so auffielen, bekamen auch sie noch nachträglich einen kleinen blauen Farbtupfer.

Und da hing er nun, der DIY-Anker aus Sperrholz.
Mit der tollen Hintergrundbeleuchtung erwärmte er unsere Herzen und wir konnten es kaum erwarten, dass unser Sohn das Licht der Welt erblickte und mit uns zusammen seinen Anker bewundern konnte.

Wenn wir nun gemeinsam im Zimmer spielen und ich die Lichterkette von seinem Anker anschalte, ist Yunis ganz aus dem Häuschen und freut sich über die Lichter. Und wenn Mama und Papa ihn auf dem Arm haben, muss er seinen Anker berühren und begutachten und ist hin und weg von ihm. Was haben wir uns auf diese Momente gefreut und sie herbei gesehnt und endlich können wir sie gemeinsam genießen. Das macht uns umso stolzer!

Vielleicht haben wir euch angeregt einen Anker selbst zu gestalten oder etwas anderes aus Sperrholz was dann bemalt und beleuchtet werden kann. Es ist gar nicht so kompliziert und macht richtig Spaß. Wenn die Kinder etwas größer sind, können sie sogar mithelfen und selbst anmalen.



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