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Das große Tor und sein Wächter

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh wir um unser großes, schweres Holztor sind, was Christian mit Schweiß und Blut gebaut hat. Wie schön es für uns ist, wenn das Tor zur Außenwelt verschlossen bleibt und wir behütet auf unserer kleinen Farm, in unserer heilen Welt, in Ruhe und Frieden leben können.

Das mag vielleicht alles etwas befremdlich klingen, doch wir genießen wirklich die Ruhe vor dem alltäglichen Wahnsinn „da draußen“. Jetzt zum Beispiel: eine zweite „Corona/Grippe/Panik Welle“. Man möchte im Supermarkt ganz normal einkaufen und steht vor vielen leeren Regalen. Beobachtet ältere Pärchen, die das Alles nicht begreifen können, wieso denn nun schon wieder alles leer ist. Habt ihr eigentlich eine Ahnung, wie sich gerade die älteren Menschen fühlen? Wir haben keinen Krieg und dennoch werden unsere älteren Mitbürger in Angst und Schrecken versetzt, weil man nur noch mit Maske rumlaufen muss, weil die Menschen wegen eines Virus (!) – mal wieder – hamstern, weil es Demos gibt, Unruhe überall wo man geht und steht. Diese älteren Bürger und die Kinder, tun uns persönlich am meisten leid, denn diese verstehen das ganze Chaos einfach nicht. Die Älteren fühlen sich wieder in die Kriegszeit versetzt und das fühlt sich bestimmt nicht schön an. Die Kinder werden immer depressiver, weil sie in ihren jungen Jahren für Stunden diesen Masken ausgesetzt sind und jeder weiß, wie sehr man unter den Masken schwitzt und meist auch schwer atmet. Kinder sind meist noch viel aktiver als wir Erwachsenen und für diese ist es garantiert noch schlimmer unter den Masken, als für uns. So viele Dinge, die gerade passieren… So viele Existenzen die zu Grunde gehen. Jeder ist sich selbst der Nächste, lautet es auf den Straßen und in den Geschäften. Erinnert einen schon an einige Filme, die man besser nicht aufzählt, bevor man noch zu den Verschwörungstheoretikern gehört.

Bei all dem, was „da draußen“ so passiert, sind wir einfach nur froh, dass wir unsere kleine Farm haben, wo die Welt noch in Ordnung ist. Wo die Natur Natur sein darf, wo die Tiere glücklich sind und nichts von dem ganzen Stress der Menschen mitbekommen, wo wir jeden Tag an der frischen Luft sein können, ohne Maske und ohne Abstand einzuhalten.

Bei uns ist die Welt noch in Ordnung.

Noch! Wir sollten uns schon mal unserem Bunker widmen und ihn „schick“ machen… Ein kleiner Spaß, für die, die meine Ironie oder Sarkasmus noch nicht kennen.

Als ich Christian kennengelernt habe, dachte ich immer, der spinnt sich was zurecht, wenn er immer sagt: „Ich mache das Tor zu und habe meine Ruhe. Ich bekomme nichts mehr mit und das ist mir auch egal.“ Okay, dachte ich mir, der Mensch ist gern für sich alleine. Ich, die vorher noch Stadtnah gewohnt hatte und immer viele Menschen um sich herum hatte, staunte nicht schlecht, wie ruhig es hier auf dem Lande sein kann. Manchmal war ich sehr nervös und wollte einfach mal schnell in die Stadt, aber mit einfach „mal so“ in die Stadt, war nichts mehr. Denn hier geht nichts ohne ein Auto. Und jetzt kommt´s Dicke: ich besitze keinen Führerschein. Also bin ich hier ziemlich aufgeschmissen und leider von meinem Mann abhängig. Da haben wir uns aber auch etwas eingebrockt… Aber, es gibt immer Wege und Mittel. Derzeit läuft es bei uns so ab, dass Christian meist schnell alleine einkaufen fährt, damit der Kleine und ich daheim „geschützt“ sind. Für unseren Junior ist es eh meist sehr langweilig und stressig, wenn wir einkaufen fahren, denn er fühlt sich gar nicht wohl dabei, wenn alle Menschen diese Masken auf haben und ihn dann anstarren. Er sieht ja nicht, dass sie ihn anlächeln und er findet das alles sehr befremdlich und schaut uns sehr verwirrt an. Wieso dem kleinen Mann dann unnötig diesen Stress antun? Manchmal gibt es Tage, da brauche ich etwas oder möchte etwas selbst einkaufen, also fahren wir dann auch schon mal zu dritt los. Papa beschäftigt den Sohnemann und schwenkt ihm im Einkaufswagen hin und her und die Mutti kauft koordiniert ein. Aber alles im Eiltempo, gen dem Motto: bloß weg hier, alle verrückt!

Und sobald wir dann wieder daheim sind und das große, schwere Tor hinter uns schließen, geht es uns sehr gut. Kein Stress mehr, keine „verrückten“ Menschen die hamstern, die keinen Abstand halten, die unseren Sohn mit ihren Masken anstarren und Angst einjagen – einfach nur wir und unsere Tiere, die die Ruhe selbst sind.

Mittlerweile verstehe ich Christian sehr gut, wieso er das immer zu mir gesagt hat. Ich genieße die Ruhe auf dem Lande sehr. Sobald man mal das Tor auf macht, weil man oben die Einfahrt reinigt oder man erwartet Besuch, wird man regelrecht nervös, weil es könnte sich ja jemand auf unseren Hof verirren, der hier nicht hingehört. Jemand, der unsere Ruhe und Idylle stört. Und das kam leider schon mal öfter vor.

Es gibt öfter mal Leute, die sich hier verirren und versehentlich unsere Einfahrt runter fahren. Dabei ist unsere Einfahrt wirklich sehr versteckt und auf den ersten Blick nicht zu sehen. Doch wenn es jemand zu uns geschafft hat, möchte er gerne wenden und das ist nur auf unserem Hof möglich oder er fährt rückwärts die Einfahrt wieder hoch. Wie oft haben die Menschen einfach auf unserer Wiese gewendet und uns alles kaputt gefahren. Was haben wir uns geärgert, weil es doch unser privater Weg ist und die Leute einfach alles kaputt fahren. Dem haben wir schon mal ein Ende gesetzt, indem wir am Rande unserer Einfahrt Sträucher gepflanzt haben, in der Hoffnung, dass diese niemand umfährt.

Früher, als Chris und seine Eltern noch Landwirtschaft betrieben, sind die Leute andauernd auf dem Hof gefahren. Das würde uns heute wahnsinnig machen. Ihr würdet bestimmt auch nicht wollen, dass jeder bei euch durch den Garten fährt oder eure Einfahrt zur Garage benutzt. Zum Glück hat Christian dieses große Tor gebaut, denn er war es leid, dass so viele Menschen sich bei uns „verirrt“ haben.

Was wir ganz schlimm finden ist, wenn man uns an unserem heiligen Sonntag belästigt. Der Sonntag ist uns heilig, weil wir an diesem einen Tag mal nicht nur arbeiten, sondern einfach mal unser Familienleben genießen wollen. Und dennoch sieht das nicht jeder so wie wir und hat uns schon die Sonntage vermiest, indem man bei uns Sonntag Vormittags vorm Tor steht und uns mit irgendwelchen Dingen belästigt. Oder ganz aufdringlich nach Schafen fragt, wo wir schon seit ein paar Jahren keine Schafe mehr haben oder verkaufen und das schon mehrfach mitgeteilt haben. Man merkt regelrecht diese Unruhe, die solche Menschen stiften. Die Tiere werden nervös und gackern, weil wer Fremdes Radau macht, der Hund bellt und randaliert, weil er das nicht mag, Christian bekommt schlechte Laune und ich werde ganz nervös und unruhig, voll in Alarmbereitschaft, Flinte unterm Arm, Revolver in der Hand, Granate im Mund… Ganz so schlimm auch nicht, aber es nervt doch sehr.

Mittlerweile ist sowas schon länger nicht mehr vorgekommen und da sind wir auch ganz froh drum. Denn wir stehen auch nicht bei den Leuten Sonntags auf der Matte und nerven sie mit irgendwelchen Dingen. Wir haben da einfach Besseres zu tun.

Was sind wir froh, dass wir diese schöne Idylle genießen können und wir sind wirklich unendlich dankbar, dass wir so viel Glück haben, dass wir so leben können und unser Sohn auf dem Land groß wird. Auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die uns dieses Glück nicht gönnen, aus welchen Gründen auch immer, wir lassen uns davon nicht beirren. Wir bleiben wer wir sind, wir bleiben uns selbst treu und so leben wir ein glückliches, ruhiges, friedvolles Leben auf unserer kleinen Farm in unserer heilen Welt.

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