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Bei dieser Überschrift weiß man doch direkt, worum es geht: die Familie steht immer an erster Stelle! So sollte es zumindest sein, finden wir.
Leider trifft das nicht immer zu und viele Menschen sind so mit sich selbst und ihrer Arbeit beschäftigt, dass die Familie drunter leiden muss.

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch gerne ein bisschen mehr von uns preisgeben, wieso unser Lebensmotto Family First ist.

Viele kennen das, wenn die Eltern voll berufstätig sind und man als Kind oft abgeschoben wird, meistens (zum Glück) zu den Großeltern – was immer noch schöner ist, als bei Fremden unterzukommen. Bei den Großeltern oder anderen Familienmitgliedern ist es meistens sehr schön und man freut sich als Kind darüber, wenn man viel Zeit mit den Liebsten verbringen kann. Aber ein Kind braucht nun mal seine Eltern und wenn diese kaum Zeit haben, weil sie nur arbeiten und in ihrer freien Zeit dann völlig genervt und gestresst sind, dann leidet das Kind am härtesten darunter. Das sind sich leider so viele Menschen nicht bewusst.

Und wenn die Kinder älter sind, dann leben sie ein Leben, indem eigene Kinder vielleicht keine so große Rolle spielen, wieso denn auch? Karriere/Geld sind viel besser, weil man sich alles kaufen kann worauf man Lust hat. Ein Kind bedeutet viel Verantwortung und Einschränkungen im eigenen Leben. Das sind viele Menschen nicht bereit aufzugeben. Dabei muss man ja nicht gleich sein ganzes Leben aufgeben, denn es finden sich immer Wege, wie man einiges unter einem Hut bringen kann.

Christian und ich haben unseren Sohn relativ spät bekommen. Ich bin 31 gewesen und Chris 37. Das haben wir uns damals ganz anders vorgestellt. Denn wir beide träumten immer schon von einer eigenen Familie.

Bei mir war es so, dass ich immer mit 25 Jahren unter der Haube sein wollte. Ich wollte verheiratet sein und meine eigene Familie haben. Mein eigenes Kind haben. Doch leider hatte es bisher nie so richtig geklappt.
Oft wurde ich nur enttäuscht, weil die meisten Menschen nicht immer so ehrlich und aufrichtig waren. Ich blieb oft und lange für mich alleine, hatte lieber lockere Freundschaften die mich nicht so enttäuschen würden, weil ich keine Gefühle investiere.
Auch wenn ich schon mal verlobt war und dachte, dass dieser Mann der Richtige sein würde, wurde ich es eines Besseren belehrt und stand sogar bei 0 da. Musste mein Leben neu sortieren, hatte sogar eine Fehlgeburt hinter mir, nach der Trennung. Als habe es alles einfach nicht sein sollen. Da musste ich erst mal eine Zeit lang meinen Kopf frei bekommen, mich sammeln und in ein neues Leben starten, denn das alte Leben wollte ich so nicht mehr weiter leben.

Und dann lernte ich Christian kennen.

Das war für uns beide unbegreiflich, dass man ganz plötzlich einen Menschen trifft, der genauso denkt wie man selbst und der alles hat, was man sich immer gewünscht hat.
Chris brachte seinen kleinen Bauernhof samt Tiere mit, dazu ein großes Herz, worin das Wort Familie ganz dick drin verankert ist, seinen genialen Humor und seinen starken Willen, sowie extreme Arbeitslust und geschicktes Handwerk. Er war (bzw. ist) sehr selbstständig und bodenständig und könnte jederzeit prima alleine leben und alles managen.
Ich hingegen brachte ihm nur zwei bescheuerte Katzen und mich selbst mit. Dachte ich jedenfalls, aber da war noch so viel mehr, wie sich mit der Zeit herausstellte.

Denn Chris hatte es auch nicht leicht in seiner Vergangenheit. Seine Eltern sind viel zu früh verstorben und so musste er sich schon in jungen Jahren – ohne jegliche Hilfe von anderen Verwandten oder Freunde – um alles alleine kümmern. Da stand er dann plötzlich ganz alleine da, hatte seine Jobs an den Nagel gehangen, weil er seine Eltern bis zum Tode pflegte und musste bei 0 anfangen, mit einem Bauernhof voller Tiere – ohne Job/Geldquelle.

Doch er hat es geschafft! Allerdings war es ein langer und hart erkämpfter Weg.

Er hatte vor unserer Zeit zwei längere Beziehungen, die ebenfalls alles andere als leicht waren. Seine Wünsche stellte er ganz weit hinten an, denn beide Frauen wollten niemals eine eigene Familie mit Kindern. Ihnen waren ihre Jobs und das eigene Leben viel zu wichtig.
Chris arrangierte sich damit, doch er lebte zum Teil – trotz Beziehung – für sich alleine weiter, da er sich um seinen Hof und Tiere hauptsächlich alleine kümmerte – auch finanziell.
Er hat leider sehr viel durch machen müssen. Hat finanziell alles alleine gestemmt – ob im Haus (Renovierungen) oder am Haus und auf dem Hof.

So kam es dazu, dass wir uns am Anfang sehr sympathisch waren und alles toll schien, aber beide wahnsinnige Angst hatten, dass das doch alles zu schön um wahr zu sein schien. Aus lauter Angst, wieder verletzt und enttäuscht zu werden, wollten wir den anderen nicht über unsere Mauer schauen lassen, die wir uns beide mit den Jahren aufgebaut haben um uns selbst zu schützen.

Chris hat einige Fehler begangen und aus lauter Panik sich von mir entfernt, weil er anfangs nicht wusste, wie er mit dieser neuen Situation umgehen sollte. Denn da war plötzlich eine Frau, die ihm so gut gefiel und die nicht nur kochen und backen konnte, sondern sich auch noch eine eigene Familie wünscht, so richtig mit zusammenziehen, heiraten und Kinder kriegen.

Natürlich wollte ich das nicht alles sofort, aber er sollte doch von Anfang wissen, dass es immer mein sehnlichster Wunsch war, meine eigene Familie zu haben.

Er war damals leider so geschädigt, dass er den Coolen raushingen ließ und meinte: „Kinder? Wozu in dieser Welt noch Kinder setzen. Muss nicht sein…
Das hat gesessen! Und ich wollte unbedingt seine dicke Schutzmauer durchbrechen, weil ich immer spürte, dass da viel mehr hinter steckt, als er eigentlich preisgeben will. Da er doch so schön über seine Eltern gesprochen hat, wie schön das Zusammenleben mit ihnen war und was sie alles erlebt haben und dass sie alles gemeinsam gemacht haben.
Da war doch tatsächlich ein sehr weicher Kern unter seiner harten Schale, und die wollte ich unbedingt knacken, aber das war alles andere als einfach.

Also gab es bei uns ein Auf und Ab, eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Bis ich ihn irgendwann verließ und dachte, jetzt liegt es an ihm. Entweder er kapiert, dass ich es ernst mit ihm meine und mir mit ihm einfach alles vorstellen kann, oder er hat halt Pech gehabt und heiratet eines seiner Hühner!

Zum Glück fasste er sich all seinen Mut zusammen und wir trafen uns zu einer Aussprache an einem neutralen Ort: Halde Hoheward.

Halde Hoheward in Herten

Dieser Ort hatte uns am Anfang unserer Beziehung wieder zueinander geführt, nachdem wir uns dort aussprechen wollten. Ich hetzte ihn durch sämtliche Sträucher und ging so schnell ich konnte querfeld (sämtliche Abkürzungen) ein, um ihn schön außer Atem zu bringen, damit wir ganz schnell oben ankamen. Das hat er doch tatsächlich problemlos alles mitgemacht.
Und so standen wir dann irgendwann ganz oben auf der Aussichtsplattform und waren erst einmal überwältigt von dieser wahnsinnigen Aussicht sowie uns, dass wir das mal eben gemeinsam geschafft haben.
Wir quatschten und es wurde immer dunkler, so dass ich doch langsam zurück wollte, weil wir sonst den Weg nicht mehr finden würden.
Leider zu spät, denn es wurde immer dunkler und ich hatte doch ein wenig im dunkeln die Orientierung verloren und Christian ebenso.
So liefen wir bis mitten in der Nacht 4 lange Stunden umher und ich musste mich an ihn klammern, weil es mir doch echt zu unheimlich wurde.
Glaubt mir: so ein Abenteuer schweißt zusammen! Danach war auf jeden Fall alles in Butter, unsere Beine auch!

Tja und so rauften wir uns noch mal zusammen. Endlich fiel bei uns beiden nach und nach unsere Schutzmauer ab und wir waren so ehrlich und offen zueinander, wie noch nie zuvor in unseren Leben. Plötzlich war alle Anspannung und Angst darüber weg, dass das Leben doch gar nicht so schön sein kann, dass es doch einen Haken geben muss.
Auch meine Freunde hatten teilweise Angst um mich, weil Christian vorher so doof zu mir war. Doch diese Bedenken waren alle umsonst.

Christian und ich ließen uns beide fallen und auf einmal war er gar nicht mehr dieser coole Typ, an dem man nicht ran kommt. Er konnte sehr emotional sein und hat seine Fehler sehr bereut. Er bereut sie selbst heute noch zutiefst.
Jetzt drehte sich alles um uns und ums glücklich sein. Der Gedanke, endlich eine eigene Familie zu haben war endlich wieder da und im Vordergrund und die Vorfreude auf das was da noch kommt war so gigantisch, dass vor allem Chris es nicht mehr aushielt und mir während einer Autofahrt voller Euphorie einen Antrag machte, indem er mich freudestrahlend anschrie: „Willst du mich heiraten?“

Okay, dachte ich mir. ‚Du Dulli.‘ Ich lachte und ignorierte es einfach, weil ich dachte, er albert wieder mit mir rum.
Am Abend sind wir dann in unserem Lieblingsimbiss in Bochum gewesen und er schaute mich die ganze Zeit an und sah so traurig aus. Er sagte dann: „Das war schon ernst gemeint, als ich dich fragte, ob du mich heiraten willst.“

Das tat mir so leid, dass ich ihn den ganzen Tag zappeln ließ, weil ich dachte, der spinnt doch. Dann fiel mir noch ein, dass er mich ja Tage zuvor immer wieder mal ausfragte, ob ich mir mit ihm ein gemeinsames Leben vorstellen kann – wo ich ja eh schon fast bei ihm wohnte – und da wurde mir bewusst, dass er es ja wirklich ernst mit mir meint.

So sagte ich ihm, dass es mir echt leid tat, weil ich dachte, er würde nur Spaß machen und natürlich würde ich ihn heiraten. Ich liebe ihn doch so sehr. Und er freute sich bis über beide Ohren und ich fragte ihn, ob wir jetzt verlobt seien und er bejahte es freudestrahlend.

Allerdings wollte er das nicht so ganz auf sich sitzen lassen, mit seinem Antrag bzw. anschreien im Auto.

Er wusste, dass ich immer von einem Verlobungsring in Herzform schwärmte, der von Herzen kommen soll und den ich auf der Herzseite mit voller Stolz und Liebe tragen werde. Das war noch ganz am Anfang unserer Beziehung, wo ich ihm von meinen Träumen/Wünschen erzählte.
Er schreckte regelrecht hoch und konnte es scheinbar selbst nicht glauben, was für ein Zufall das gerade ist, denn seine Mutter trug auch einen Verlobungsring mit einem Herzen dran, an ihrer linken Hand.

Wir hatten öfter so schöne Zufälle und wir hatten das Gefühl, dass wir uns selbst beide an seine Eltern erinnern. Denn Chris kommt sehr nach seinem Vater und ich habe viel mit seiner Mutter gemeinsam.

Ein Ring musste her, dachte sich Chris und wieder einmal kam es dazu ganz spontan, bei einem Einkaufsbummel in der Gelsenkirchener Innenstadt.
Chris sah einen kleinen süßen Juwelier, und zog mich regelrecht zum Schaufenster. Dort schauten wir uns beide um, und nach ein paar Sekunden zeigte er mir einen Weißgoldenen Herzring mit Stein, den ich doch mal anprobieren sollte.
Ich fand diesen Ring so süß und seine Geste so herzlich, dass sich die Verkäuferin direkt in uns verliebte, weil wir beide so vor Freude strahlten.
Der Ring war wunderschön und es gab ihn noch mal in meiner Größe. Ich wollte nicht, dass Chris so viel Geld auf einmal für mich ausgibt, doch er ließ diesen Ring sofort einpacken und bezahlte ihn.

Auf unserem Rückweg sahen wir unseren Lieblingsort die Halde Hoheward. Er fragte mich, ob ich noch Lust habe, dort mit ihm spazieren zu gehen. Ich fand die Idee echt süß und freute mich über seinen spontanen Einfall, nach so einem schönen Tag unseren Lieblingsort zu besuchen.
Wir gingen gemütlich die steilen Wege nach oben, um dort die schöne Aussicht zu genießen. Unterwegs erinnerten wir uns daran, was wir an diesem Ort schon gemeinsam erlebt haben und machten uns Gedanken, wie doof unser Start der Beziehung verlief und dass wir es jetzt geschafft haben, dass wir endlich offen und ehrlich zueinander sind, dass wir über alles reden können und dass wir jeden Weg gemeinsam schaffen können, egal wie lang und dunkel er ist.

Oben angekommen verhielt sich Chris schon so auffällig anders und irgendwann kramte er in seiner Tasche und kniete sich vor mir hin. Dabei hielt er meinen neuen Verlobungsring in der Hand.
Dann fragte er mich noch einmal, ob ich ihn immer noch heiraten möchte und wir hatten beide Tränen in den Augen.
Ich sagte „ja“ und wir küssten und umarmten uns.
Es war ein wunderschöner Moment. Ein Sonnenuntergang an unserem Lieblingsort, nur er und ich und dieser wunderschöne Herzring, der von Herzen kam, den ich immer auf der Herzseite am Finger trage.

Zur Verlobung ein Herzring der von Herzen kam und auf der Herzseite getragen wird

Vergessen war unsere unschöne Vergangenheit. Wir hatten jetzt uns und wir waren schon unsere eigene Familie.


Und da war ja noch mehr: der Wunsch nach einem Kind.

Unser Familienglück sollte noch perfekter werden und wir beide hatten auf einmal diesen starken Wunsch nach einem Kind. Was ein bisschen Chris und ein bisschen Desi sein sollte. Einen Hoferben wollten wir haben, dem wir den Namen Kettler weitergeben können und der uns irgendwann einmal auf unserem Hof vertritt, genauso wie Chris seine Eltern. Denen er versprochen hat, dass er hier weiter machen wird. Die sich über alles für uns freuen würden, dass wir eine eigene Familie gegründet haben.

Christian war Feuer und Flamme für ein eigenes Kind. Ich sagte ihm noch, dass es ja nicht sofort klappen muss/kann, dass sich das ja auch noch ein paar Monate Zeit lassen kann und wir ja auch erst mal in Ruhe heiraten können oder noch ein wenig unsere Zweisamkeit genießen können. Aber, da hat die Natur sich gedacht: nix da! Du wirst jetzt sofort schwanger!

Was waren wir vielleicht nervös und aufgeregt, als wir uns so sehr auf ein Kind freuten und es gar nicht mehr abwarten konnten.
Wir haben es ALLE von Anfang an gespürt. Ich merkte, dass die Katze immer nervöser und anhänglicher wurde, der Hund freute sich so sehr, wenn er mich sah – noch viel mehr als er es eh schon tat, selbst die Hühner waren irgendwie anders.
Mein Körper sendete mir jede Menge Signale, meine Brust spannte und zog wie wahnsinnig, mein Unterleib feierte scheinbar eine Party für sich und ich wollte Chris nicht mit meinen Vermutungen unnötig verrückt machen, also wartete ich erst einmal ab, bis die eigentliche – und bis dato immer pünktliche – Regelblutung kommen sollte.
Als sie an dem besagten Tag nicht kam, bat ich Chris darum, dass er nach Feierabend einen Schwangerschaftstest mitbringen soll.
Was glaubt ihr wohl, wie schnell dieser verrückte Mann Feierabend gemacht hatte und mit einem Test nach Hause kam.

In Arbeitsklamotten durch die Drogerie geflitzt und den Test aufs Kassenband gelegt, sagte ihm dann die Verkäuferin: „Dann wollen wir mal hoffen, dass Sie schwanger sind!“ Er war fix und fertig, völlig aus dem Häuschen und konnte es kaum abwarten, positive Nachrichten zu erfahren.


Zu Hause angekommen, drückte er mir den Test in die Hand und war total nervös und ich ging ins Bad und füllte die Fragen eines Schwangerschaftstestes aus. Man, waren die vielleicht kompliziert.

Chris platzte bald vor Aufregung. Ich hab das Ergebnis schon sehen können, klar und deutlich sogar – und das schon so früh, aber ich konnte meinen Gesichtsausdruck vor Chris nicht verstecken, denn meine Augen haben ihm alles verraten und so schossen ihm direkt die Freudentränen in die Augen.
Ich überreichte ihm den positiven Schwangerschaftstest und er drückte mich ganz feste, weinte und freute sich so sehr, dass auch ich weinen musste. Wir beide waren die glücklichsten Menschen, denn wir würden bald Eltern werden.

Schwangerschaftstest vom 07.11.2018

Dann ging alles relativ schnell. Die Wochen und Monate vergingen wie im Fluge. Christian war bei jeder Untersuchung mit dabei und wir hatten einfach das beste Gynäkologen Team, was es gibt. Wir fühlten uns immer wie zu Hause und es war für uns so familiär, dass es unsere Schwangerschaft noch schöner machte, als sie eh schon war.

20.11.2018

Mein Mann konnte es ja kaum erwarten, dass unser Sohn endlich raus kommt und er ihn in seinen Armen halten kann. Er streichelte immer meinen Bauch und sprach zu unserem Sohn. Die beiden hatten schon von Anfang an eine sehr starke Bindung, denn sobald Yunis in meinem Bauch einen Schluckauf oder zu dolle getrampelt hatte, hat Chris seine warme Hand aufgelegt und Yunis wurde direkt ruhiger. Diese extreme Bindung zwischen den beiden, existiert heute noch genauso – was mich unglaublich stolz macht.

Mein Kater Micky (†) kuschelte sich gerne an meinen Bauch

Während der Schwangerschaft machten wir uns viele Gedanken wegen unserer Hochzeit. Geschädigt von der ersten Verlobung mit einer Ex, hatte Christian keine große Lust auf viel Tamtam und groß feiern.
Ich wollte auch nicht wirklich groß feiern, da ich auch keine Lust hatte, dass es nachher in Unkosten und Stress ausartet. Wir wollten beide noch vor Yunis seiner Geburt heiraten, damit er direkt Christian seinen Nachnamen trägt.
Das war uns beiden sehr wichtig. Schließlich sind wir ja eine Familie.

So beschlossen wir – nach langem hin und her Überlegen, dass wir beide nur im kleinen Kreis heiraten und uns dann einen schönen Tag machen werden. Und dieser kleine Kreis bestand nur aus uns beiden und unserem Junior im Bauch!
So sparten wir uns unser Geld, für einen schönen Ausflug nach Hessen zum Edersee und brauchten uns keine Gedanken um andere machen, die wir hinterher vielleicht bedient hätten und das mit dickem Babybauch, an unserem Tag.

Und wir hatten noch Geld für unsere wunderschönen Eheringe, aus Gold.

Eigentlich sind wir beide keine Goldfans und ich wollte nie so teure Eheringe haben. Ich schaute immer wieder mal nach günstigen Alternativen und nach außergewöhnlichen Ringen, wie z.B. schwarze Eheringe aus Keramik, oder Ringe aus Titan usw. Doch Chris kam dann auf die Idee, dass wir zu unserer Lieblings Juwelier Verkäuferin nach Gelsenkirchen fahren sollten, wo wir auch meinen Verlobungsring her haben.

In Gelsenkirchen angekommen, wurden wir schon freudestrahlend empfangen und die Baby News kamen auch super gut an, denn es wurde sich riesig für uns gefreut.
Wir schauten erst mal nach den Edelstahlringen und kamen dank der tollen Beratung schnell zum Entschluss, dass wir nur einmal heiraten werden und die Ringe schon etwas Besonderes sein sollten. Christian war auf einmal so angetan, dass er unbedingt einen vernünftigen und auch teuren Ehering haben wollte, weil er nur einmal heiraten wird und da soll der Ring nicht nur gewöhnlich sein.


So bekamen wir jede Menge wunderschöne Eheringe vor die Nase gesetzt, wo wirklich einer schöner, als der andere war. Die Entscheidung war echt nicht einfach. Letztendlich entschieden wir uns für einen Bicolor Ring: Gelb- und Weißgold. Wie sollte es auch anders sein, war (ist) in meinem Ring sogar ein kleiner Brillant drin.
Mir persönlich war das bald schon alles zu viel und vor allem zu viel Geld, doch Chris bestand darauf, denn es sollte doch etwas Vernünftiges sein, weil wir nur einmal heiraten werden.
Dann sollte es so sein und wir bestellten unsere Eheringe mit Gravur: jeder den Namen des Anderen und das Hochzeitsdatum 16.04.2019.

Unser Stammbuch und unsere Eheringe

Der Hochzeitstag war für uns wunderschön. Wir haben uns einen frühen Termin geben lassen, damit wir noch anschließend nach Hessen fahren konnten.
Die Nacht kaum geschlafen, machten wir uns gemeinsam fertig. Chris zog ein schickes blaues Hemd und ich ein sehr langes blaues Schwangerschaftskleid an. Ausnahmsweise schminkte ich mich auch, worauf ich sonst nicht so viel Wert lege, aber an diesem Tag sollte es doch schon perfekt sein.
Wir fuhren zu unserem Standesamt, brachten unser schönes samt-blaues Stammbuch, sowie die Ringe mit und ließen uns von der besten und liebsten Standesbeamtin trauen, die es so wunderschön machte, dass wir alle mit den Tränen kämpfen mussten – auch sie selbst!
Es war so emotional, denn endlich sind unsere Träume und Wünsche in Erfüllung gegangen.

Nach dem die Eheringe ausgetauscht wurden, die Katze endlich im Sack war, oder besser gesagt: ich (5 Jahre später als gewünscht) doch noch unter der Haube war, fuhren wir noch mal schnell nach Hause und befreiten uns von unseren schicken Klamotten, schlüpften in unsere Standardsachen und fuhren los nach Hessen.
Mein Standardoutfit war übrigens das Outfit, was ich an unserem aller ersten Date an hatte, an genau dem gleichen Tag, 1 Jahr zuvor: 16.04.2018.
Ja, wir haben genau 1 Jahr später geheiratet und das war das Beste, was wir machen konnten.

Genau 3 Monate später am 16.07.2019 kam unser Sohn Yunis zur Welt. Wie ihr seht, hat es uns die Zahl 16 angetan.
Unser Leben war vollkommen und perfekt. Wir haben alles erreicht, was wir je erreichen wollten: eine eigene Familie.

Für uns umso wichtiger, dass wir jeden Augenblick mit unserem Sohn genießen, dass wir ihn nicht einfach so abschieben, weil uns Karriere wichtiger ist oder weil wir in Ruhe Party machen wollen oder zocken müssen. NEIN! Das ist unser Baby, dafür tragen wir ganz alleine die Verantwortung und so lange er noch nicht in die Kita geht, so lange kümmern wir uns um ihn und das von Herzen gerne.

Er wird mit Tieren und viel Natur groß werden. Wir werden immer unser Bestes für ihn geben und dabei spielt Geld oder andere materielle Dinge keine große Rolle. Denn mit der Zeit lernt man, dass Geld nicht alles im Leben ist, dass man sich mit Geld keine Liebe kaufen kann und schon gar nicht die, der eigenen Kinder!

Wir haben uns unseren Sohn und unser Familienleben als höchste Priorität gesetzt, genauso wie unsere Gesundheit und alles andere kommt danach.

Niemand gibt dir die Zeit zurück, die du mit deinem Kind/deinen Kindern verpasst hast. Niemand bekommt seine Kindheit zurück, wenn sie erst einmal verloren ist.

Die Zeit ist das kostbarste Gut was wir besitzen. Wir sollten sie daher sinnvoll nutzen und immer erst an unsere Liebsten denken. Family first!

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Wir sind eine kleine Familie, die das Glück hat, auf einem kleinen, alten Bauernhof, ländlich und idyllisch zu leben.

Wir sind Christian und Desirée und leben mit unserem Sohn Yunis, Katze, Hund, Hühner und Enten auf fast 4000 qm Grundstück. Wir möchten euch gerne zeigen, wie schön das Leben auf dem Land sein kann, dass es aus viel Arbeit besteht und geben euch Anregungen und Inspirationen zu den Themen:

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